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Zvornik

Aus Zvornik selbst wurden 15.436 Menschen gewaltsam nach Ungarn und Österreich ausgewiesen/deportiert.

Das Ziel des gemeinsamen kriminellen Unternehmens wurde auch durch die Verfolgungskampagne erreicht, die solche Ausmaße annahm, dass sie Verhaltensweisen beinhaltete, aus denen ersichtlich war, dass die Absicht darin bestand, die Bosniaken teilweise oder vollständig zu vernichten.

Es galt, Spuren kultureller und religiöser Existenz durch die Zerstörung von Kulturdenkmälern und Sakralbauten zu vernichten. So wurden in Zvornik 28 Moscheen zerstört, darunter: in Đulići, in Kula Grad, in Kozluk, in Divići,

in Snagov, in Novi Selo, in Skočić, in Svrakke, in Drinjača, in Glumina, in Donja Kamenica und in Gornja Kamenica, in Klisa, in Kovačevići, in Rijeka, in Selimovići.

Im Mai 2008 exhumierte das Expertenteam für die Suche nach vermissten Personen der kantonalen Staatsanwaltschaft aus Tuzla 30 Leichen aus dem primären Massengrab in Ulica nahe der Zvornik-Siedlung Karakaj. Davon sind 23 vollständige und 7 unvollständige Skelettüberreste von Bosniaken, Opfer des im April 1992 in Zvornik begangenen Völkermords.

Von Juli bis Oktober 2003 wurden am Standort Crni vrh bei Zvornik Massengräber exhumiert, von denen insgesamt 628 Überreste exhumiert wurden. Darin wurden Skelette von Kindern, Frauen und erwachsenen Männern gefunden.

Außer Crni Vrh wurden auf dem Gebiet der Gemeinde Zvornik weitere Massengräber an folgenden Orten gefunden: Ramas Grab, wo 274 Leichen gefunden wurden, Berbića-Friedhof 69 Leichen, Kazabašča 132 Leichen usw. Bisher wurden etwa 1.200 Menschen exhumiert, von denen 500 identifiziert und auf dem Märtyrerfriedhof in Memići, Kalesija, aber auch einzeln in den Dörfern, aus denen die Opfer kamen, beigesetzt wurden. Weitere 1.533 zivile Opfer aus dem Gebiet dieser Gemeinde wurden als gewaltsam Verschwundene registriert.


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